Gewürze

Die Tüte aus Indien

Eine von uns kam von einer Reise zurück. Im Gepäck: eine Tüte Kurkuma vom Markt. Frisch gemahlen, der Verkäufer hatte die Wurzel vor ihren Augen gemahlen. Zu Hause öffneten wir die Tüte – das ganze Treppenhaus roch danach.

Wir kochten damit. Es schmeckte anders. Nicht nur stärker – anders. Das Kurkuma aus dem Supermarkt war blasses Pulver dagegen. Wir fragten uns, warum. Die Antwort: Das eine war Wochen alt, das andere wahrscheinlich Jahre.

Markt

Die ersten Kontakte

Einer von uns flog nach Kambodscha, um die Pfefferplantagen in Kampot zu besuchen. Vor Ort lernte er, warum Kampot-Pfeffer geschützte Herkunftsbezeichnung hat. Der Boden ist rot und eisenhaltig. Die Plantagen liegen in den Bergen. März-Ernte schmeckt anders als Juni-Ernte.

Wir kauften Pfeffer, verteilten ihn an Freunde. Die Reaktionen waren eindeutig. Leute, die lange kochen, erkannten den Unterschied sofort. Wir importierten die erste Palette.

Showroom

Vom Nebenprojekt zum Beruf

Anfangs lief alles nebenbei. Wir packten Gewürze abends in der WG-Küche. Die Nachbarn beschwerten sich, weil es im ganzen Haus nach Kreuzkümmel roch.

Später mieteten wir einen kleinen Laden. Jetzt arbeiten wir alle hier. Wir verdienen weniger als früher. Dafür machen wir etwas, das wir verstehen. Wir reden mit den Bauern. Wir wissen, wann geerntet wird, wie getrocknet wird, wie lange die Schiffe brauchen.

Geschenkbox

Was uns antreibt

Wir bekommen E-Mails von Leuten, die sagen, dass sie wieder Spaß am Kochen haben. Von Köchen, die unseren Safran im Restaurant benutzen und deren Gäste fragen, was anders ist.

Das ist der Grund. Nicht, weil wir die Welt retten wollen. Sondern weil es uns ärgert, dass die Leute vergessen haben, wie Gewürze schmecken können. Und weil wir es ändern können. Ein Paket nach dem anderen.